Der ausgebildete Grafiker und Korrektor arbeitet seit über 20 Jahren als freischaffender Künstler in Salzburg. Zur Malerei kam er durch seine Krankheit. Er lebt mit der unheilbaren rheumatischen Erkrankung Morbus Bechterew.
Mit dem Schock der Diagnose konfrontiert, begann er aus dem Schmerz heraus zu malen und zu schreiben und bildete sich in Kursen weiter. Heute hilft ihm die Malerei einerseits, sein Leben zu bewältigen. Andererseits gelingt es ihm durch seine Aktivitäten - Ausstellungen, Multi-Media-Shows, Radio- und Fernsehauftritte - die wenig bekannte Krankheit Morbus Bechterew zugleich mit seiner Kunst der Öffentlichkeit näher zu bringen.
Erich Huber war Schüler von Eduard Schmegner, Werner Otte und der Ätz- und Radierwekstatt von Renate Wegenkittl. Inzwischen selbst anerkannter Künstler, leitet er seit vielen Jahren Aquarell-, Acryl- und Ölmalkurse in Stadt und Land Salzburg. Viele seiner Aktionen und Bildversteigerungen stehen im Zeichen des Engagements für kranke und bedürftige Menschen, für "Licht ins Dunkel", soziale Vereine und für den Gasteiner Heilstollen. Seit 1989 ist er Mitglied der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs und des Salzburger Kunstvereins.

Natur und Mensch sind die Themen seiner Werke, die - egal ob abstrakt oder gegenständlich - vor allem durch ihre Farbgebung unverwechselbar sind und inzwischen in über 100 Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert wurden. In Ergänzung zu seinen Bildern, denen er oft auch persönliche Gedanken oder Gedichte gegenüberstellt, wurden von Erich Huber fünf "Kunstbücher" sowie zahlreiche Kunstkarten und Kunstkalender veröffentlicht. Eine Herausforderung stellen für ihn aber auch angewandte Projekte wie die Gestaltung besonderer Weinetiketten oder von CD-Covers dar.
Herausragende künstlerische Ereignisse werden für Erich Huber durch Begegnungen ausgelöst, etwa die mit Papst Johannes Paul II., dem er anlässlich seines Salzbur-Besuches als einziger österreichische Künstler ein Bild (Motiv "Jesus am Kreuz") überreichte. Zu den folgenreichen Begegnungen des Malers zählt aber auch beispielsweise die intensive Auseinandersetzung mit Mozarts Requiem, aus der ein vierzehnteiliger großformatiger Zyklus (120 x 80 cm) in Acryl/Öl entstand.

Eine besonders spektakuläre und unter vom ORF für die Sendung "Visionen" dokumentierte Malaktion war das Bemalen des Naturfelsens im Gasteiner Heilstollen. Bei 42 Grad Celsius und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit entstand dort das Bild "Aus der Dunkelheit ins Licht" - ein Titel, der für Erich Hubers Gesamtwerk stehen könnte. Denn das Hauptanliegen seiner Bilder ist, eine positive Weltsicht zu transportieren. Klare, leuchtende und warme Töne verleihen dem Ausdruck, was der Künstler allen persönlichen Widrigkeiten zum Trotz signalisieren möchte: Hoffnung und Freude auf "Wege ins Licht".
Erika Pichler